Kontrast:
Seitenzoom:
aA

Medizinische Versorgungszentren und Facharztpraxen | Offenburg Ebertplatz | Praxen Nuklearmedizin, PET und CT, Schilddrüsenambulanz

Praxis für Konventionelle Nuklearmedizin, PET/CT, Schilddrüsenambulanz

Die Nuklearmedizin ist ein hochmodernes Fachgebiet, das sich rasch weiterentwickelt. Die Offenburger Facharztpraxis von Dr. Reza Elahi setzt neueste Techniken ein, um Krankheiten früh zu erkennen und Behandlungen zu optimieren. Die Nuklearmedizin bietet vielfältige diagnostische Möglichkeiten beispielsweise bei Erkrankungen der Knochen, der Niere, der Lunge oder des Verdauungstraktes sowie bei den Erkrankungen der Schilddrüse. Die Strahlenbelastung bei diagnostischen Verfahren ist dank Einsatz moderner Geräte gering. Nuklearmedizinische Behandlungsverfahren, wie etwa die Radiosynoviorthese oder die Behandlung von Knochenmetastasen bei Prostatakarzinom, bieten darüber hinaus den Vorteil, dass sie in der Regel ohne schmerzhafte oder operative Eingriffe auskommen.

Schilddrüsen-Spezialsprechstunde

Für Patienten mit besonderen Schilddrüsenproblemen (z.B. Knoten unklarer Dignität, Schilddrüsenentzündungen, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Schilddrüsenvergrößerungen, bösartige Schilddrüsentumoren) wird eine Beratungssprechstunde angeboten, bei der auch eine umfassende Untersuchung inklusive Duplex-Sonographie, Szintigrafie, Labor und bei Bedarf Feinnadelpunktion erfolgen kann. Ziel ist die Stellung einer exakten Diagnose und Festlegung eines differenzierten und individuellen Behandlungsplanes.

Termine sind telefonisch über das Sekretariat erhältlich.

Schilddrüsendiagnostik

  • Schilddrüsenszintigrafie
  • Ultraschalluntersuchung mit Doppler
  • Labor-Diagnostik

Funktionsstörungen der Schilddrüse  

  • Überfunktion
  • Unterfunktion

Bösartige Tumoren der Schilddrüse

  • Operative Behandlung
  • Behandlung mit Radioiod
  • Nachsorge

Die Untersuchung der Schilddrüse hat das Ziel, krankhafte Veränderungen ihrer Größe, Struktur und Funktion nachzuweisen bzw. auszuschließen. Hierzu dient zunächst die sorgfältige Befragung des Patienten (Anamnese-Erhebung), bei der sowohl aktuelle Beschwerden wie auch frühere Erkrankungen erfasst werden. Hieran schließt sich eine körperliche Untersuchung an, deren Schwerpunkt das Abtasten der Halsorgane darstellt, die jedoch je nach Bedarf bis zu einer Untersuchung des gesamten Körpers erweitert werden kann. Anhand der so erhobenen Befunde wird eine Verdachtsdiagnose gestellt, aus der sich die Wahl der erforderlichen weiteren Untersuchungen ableitet.

Prinzip
Die Schilddrüsenszintigrafie stellt einen wichtigen Schritt des Jodmetabolismus (Jodstoffwechsels) der Schilddrüse bildlich dar und misst diesen quantitativ (Uptake: Messung, welcher Anteil der verabreichten Stoffmenge von der Schilddrüse aufgenommen wird).

Der klinische Nutzen einer Schilddrüsenszintigrafie liegt darin, in Kombination mit den laborchemischen Werten den Stoffwechsel der Schilddrüse (z. B. bei einer Hyperthyreose) und eventueller Knoten zu klären.

Die Strategie für die Behandlung von Knoten hängt nämlich hauptsächlich von deren Funktion ab (z. B. "heiße", "warme" oder "kalte" Knoten). Somit spielt die Szintigrafie eine wesentliche Rolle, um die Ursache einer Hyperthyreose zu finden, und erlaubt dadurch Empfehlungen für eine spezifische Therapie.

Durchführung
Zu Beginn erfolgt die intravenöse Applikation von 99mTc-Pertechnetat (PTT) oder 123J-Jodid . Dies sind radioaktive Tracer, die wie das in der Nahrung vorkommende Jod von der Schilddrüse aufgenommen werden. Ca. 20 Minuten nach PTT -Injektion bzw. 4 Stunden nach 123J-Jodid-Injektion werden mit einer Gammakamera Bilder der Schilddrüse angefertigt. Üblicherweise erfolgt die Untersuchung im Sitzen, aber auch eine Untersuchung im Liegen ist möglich. Die eigentlichen Aufnahmen dauern ca. 10 Minuten.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten

Viele Substanzen (z. B. Schilddrüsenhormone, Thyreostatika und jodhaltige Medikamente) können eine Schilddrüsenszintigrafie beeinflussen. Daher ist es für den untersuchenden Arzt äußerst wichtig, über die eingenommenen Medikamente informiert zu werden. Wir empfehlen, die aktuelle Medikamentenliste vorzuzeigen. Zusätzlich muß eine vorangegangene Anwendung von jodhaltigen Röntgenkontrastmitteln oder Medikamenten wie Amiodaron ausgeschlossen werden, da dies das Ergebnis einer Schilddrüsenszintigrafie über Monate hinweg beeinflussen kann.

Vorbereitung des Patienten
Eine spezifische Vorbereitung ist nicht notwendig. Manchmal (speziell bei Patienten mit "heißen Knoten") ist es erforderlich, Schilddrüsenhormone in Tablettenform über mehrere Tage oder Wochen einzunehmen, bevor eine zweite Untersuchung durchgeführt wird. Dabei handelt es sich dann um einen sogenannten Suppressionstest, der zusätzliche Informationen über die Funktion der Schilddrüse liefert.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)

PTT bzw. 123J-Jodid werden in so geringen Mengen appliziert, dass unerwünschte Nebenwirkungen praktisch nicht auftreten, nicht einmal bei Patienten mit einer Jod-Allergie. Die Untersuchung kann bedenkenlos auch bei Kindern durchgeführt werden, da die Strahlenexposition sehr gering ist. Schwangerschaft und Stillzeit stellen jedoch eine relative Kontraindikation dar.

Bei der Ultrashalluntersuchung werden von einem Schallkopf hochfrequente (d.h. nicht hörbare) Schallwellen erzeugt und über die Hautoberfläche in die darunter liegenden Gewebe geleitet und dort reflektiert. Bei der Untersuchung der Schilddrüse können neben der Ausmessung des Organs (Größe in ml) Knoten nachgewiesen und charakterisiert werden (solide, mit Flüssigkeit gefüllt, verkalkt, Abgrenzung gegen die Umgebung, Echogenität gegenüber der gesunden Schilddrüse). Auch eine Beurteilung der Nachbarorgane (Blutgefäße, Lymphknoten, Speicheldrüsen) ist im Rahmen derselben Untersuchung möglich.

Bei der sogenannten Doppler-Technik wird auf die exakte Analyse der Flussgeschwindigkeit und -richtung verzichtet, dafür jedoch eine sehr empfindliche Darstellung des Blutflusses auch in kleinen Gefäßen erreicht. Bezogen auf die Diagnostik der Schilddrüse erlaubt dies eine qualitative Abschätzung der Durchblutungsintensität des Organes, insbesondere jedoch einzelner Regionen (z. B. Knoten). Hieraus lassen sich bei typischer Ausprägung Rückschlüsse auf die Erkrankungsart (z. B. Basedow Erkrankung) bzw. Dignität eines Knotens ableiten (gut- oder bösartig). 

Die Funktion der Schilddrüse kann anhand verschiedener Labor-Parameter zuverlässig beurteilt werden (TSH, freies Triiodthyronin = fT3, freies Tetraiodthyroxin = fT4). Zur näheren Einordnung ist bei einer Funktionsstörung auch die Bestimmung von Antikörpern gegen Schilddrüsengewebe möglich, die sich bei einer sogenannten Autoimmunerkrankung der Schilddrüse regelhaft nachweisen lassen.In geringerer Konzentration findet man sie auch bei bis zu 25 % der Patienten ohne Schilddrüsenerkrankung oder Gesunden, sodass die Bewertung solcher Befunde stets in der Zusammenschau aller Untersuchungsergebnisse erfolgen muss. Zur Beurteilung unklarer Knoten eignen sich Laboruntersuchungen nur in begrenztem Umfang. Lediglich für das relativ seltene C-Zell Karzinom der Schilddrüse (ca. 5 % der von der Schilddrüse ausgehenden Karzinome) existiert mit Calzitonin ein spezifischer Marker. Für das deutlich häufigere papilläre bzw. follikuläre Karzinom ist der Marker Thyreoglobulin (hTg) lediglich für die Nachsorge nach Entfernung der Schilddrüse geeignet.

Da sich die Wirkung von Schilddrüsenhormonen auf zahlreiche Organe erstreckt, können Funktionsstörungen der Schilddrüse (Über- oder Unterfunktion) zu einer Vielzahl typischer Beschwerden führen. Es ist jedoch zu beachten, dass ähnliche oder gleichartige Beschwerden auch unabhängig von einer Schilddrüsenerkrankung auftreten können, sodass ein ursächlicher Zusammenhang erst bei Nachweis einer entsprechenden Hormonlage angenommen werden kann. Nur dann ist eine spezifische Behandlung der Schilddrüse gerechtfertigt.

Die Funktion der Schilddrüse wird durch die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) und das von ihr produzierte Hormon TSH kontrolliert und konstant gehalten. Eine Überfunktion kommt dann zustande, wenn Schilddrüsengewebe dieser Kontrolle nicht mehr unterliegt. Die beiden wichtigsten Erkrankungen, für die dies zutrifft, sind die sogenannte funktionelle Autonomie, die sowohl die gesamte Schilddrüse (diffuse oder disseminierte Autonomie) oder einzelne Knoten betreffen kann (uni- oder multifokale Autonomie), und die sog. immunogene Überfunktion (Basedow Erkrankung), bei der die gesamte Schilddrüse durch einen vom Immunsystem produzierten Eiweißstoff zu einer vermehrten Aktivität stimuliert wird. Eine Behandlung kann durch Medikamente (sog. Thyreostatika) erfolgen, die zwar die Überfunktion bremsen, aber keine Heilung der Erkrankung herbeiführen können. Diese ist nur durch Beseitigung des überaktiven Gewebes möglich, die durch Operation oder Radioiod-Behandlung erreicht werden kann. Weitere seltene Ursachen eine Überfunktion können in der krankhaft gesteigerten TSH-Produktion der Hirnanhangsdrüse, einer floriden Schilddrüsenentzündung oder der überhöhten Einnahme von Schilddrüsenhormon bestehen.

Nuklearmedizinische Diagnostik

  • Skelettszintigrafie
  • Schilddrüsenszinitgrafie
  • Nierenszintigrafie
  • Lymphabstromszinitigrafie (Sentinel-Node-Szintigrafie)
  • Lungenszintigrafie
  • Somatostatin-Rezeptor-Szintigrafie
  • PET/CT (PositronenEmissionsTomografie/ ComputerTomografie)

Prinzip
Die Knochenszintigrafie ist eine sehr sensitive Methode zur Darstellung des Knochenstoffwechsels. Dieser kann im Rahmen unterschiedlichster Erkrankungen verändert sein, z. B:

  • primäre/sekundäre Tumore der Knochen
  • Verletzungen/Frakturen
  • Infektion
  • Osteonekrose/-porose
  • Morbus Sudeck

Pathologien sind mit einer Knochenszintigrafie oft mehrere Wochen bis Monate früher erkennbar als auf Röntgenaufnahmen. Ein unauffälliges Knochenszintigramm schließt eine Erkrankung des Knochens weitgehend aus.

Durchführung
Nach intravenöser Applikation einer Technetium-99m (99mTc) markierten Phosphonatverbindung werden je nach Fragestellung zu verschiedenen Zeitpunkten (in der Regel 2 h p.i.) Aufnahmen in mehreren Projektionen angefertigt. Gelegentlich ist zur genaueren Lokalisation des Befundes die Durchführung von Schichtaufnahmen (SPECT) notwendig. Eine intensive Hydrierung (1,5 Liter in 2 Stunden) ist zur Minimierung der Strahlenexposition und besseren Kontrastierung gegenüber den Weichteilen wichtig. Die eigentliche Aufnahme der Bilder benötigt ca. 30 bis 45 Minuten.

Keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)
Unerwünschte Nebenwirkungen treten im Vergleich zu Röntgenkontrastmitteln 1.000 mal seltener auf. Die Strahlenexposition ist vergleichbar mit der einer Röntgen-Thorax-Aufnahme. Schwangerschaft und Stillzeit stellen eine Kontraindikation dar. 

siehe oben "Schilddrüsenspezialsprechstunde"

Prinzip
Die Nuklearmedzin bietet verschiedene Methoden der szintigrafischen Nierenuntersuchung. Die jeweilige Fragestellung bestimmt die Untersuchungsart, den Untersuchungsablauf und das hiefür erforderliche Radiopharmakon.
Die „normale“ Nierenszintigrafie untersucht mit Hilfe eines tubulär sezernierten Radiopharmakons (99mTc-MAG3) Gewebs- und Ausscheidungsfunktion (Exkretion) jeder einzelnen Niere. Sie erlaubt die seitengetrennte Überprüfung der Nierenfunktion, die Clearance-Messung und die Beurteilung des Abflußverhaltens. Nach eventuell erforderlicher Gabe eines harntreibenden Medikamentes (Schleifendiuretikum) kann zwischen einer funktionellen und einer obstruktiven Abflussstörung unterschieden und die urodynamische Relevanz dieser Störung beurteilt werden.

Bei Verdacht auf eine einseitige Nierenarterienstenose als Ursache einer Hypertonie kann durch zusätzlicher Gabe eines ACE-Hemmers (ACE = Angiotensin-Converting Enzym) eine hämodynamische Relevanz dieser Stenose festgestellt werden. Diese Untersuchung wird auch als Belastungsnephrografie bezeichnet und muss mit einer Nativuntersuchung (ohne ACE-Hemmer, gewöhnlich ein Tag vorher) verglichen werden. Der ACE-Hemmer inhibiert dabei einen physiologischen Kompensationsmechanismus, der die uneingeschränkte Funktion der minderperfundierten Niere bis zu einem gewissen Grad aufrechterhält.

Bei der szintigrafischen Untersuchung eines Nierentransplantates (sog. TPL-Nierenszintigrafie) wird im Anschluß an die Funktionsuntersuchung mit MAG3 das glomerulär filtrierte DTPA zur Beurteilung der Perfusion appliziert. Die szintigrafische Aufzeichnung erfolgt über 90 Sekunden.

Zur detaillierten Darstellung von Parenchymnekrosen und zur exakten Bestimmung der seitengetrennten Funkionsanteile (insbesondere Restfunktion bei einseitig sehr schlechter Nierenfunktion) bietet die Nuklearmedizin eine Untersuchung mit einem tubulär gespeicherten Radiopharmakon (DMSA). Diese sogenannte Statische Nierenszintigrafie erfolgt 4 Stunden nach intravenöser Applikation des DMSA.

Durchführung

Vor Beginn der Untersuchung muß die Blase entleert werden, danach soll ausreichend Flüssigkeit getrunken werden (ca. 3/4 Liter Wasser) - Sie werden darüber vor Beginn der Untersuchung informiert. Anschließend wird ein Radiopharmakon intravenös injiziert, wobei sich die Auswahl des Radiopharmakons an der klinischen Fragestellung orientiert. Die Aufnahmen werden außer bei der statischen Nierenszintigrafie (4 Stunden Wartezeit) direkt nach Applikation angefertigt. Einigen Patienten wird eine Stunde vor Beginn der Szintigrafie ein ACE-Hemmer (z.B. Captopril) verabreicht. Die Untersuchung erfolgt üblicherweise im Liegen und dauert ca. 20 Minuten. Gegebenenfalls ist eine Untersuchung im Sitzen erforderlich. Um ein verwertbares Untersuchungsergebnis zu gewährleisten, ist es notwendig, ruhig zu liegen bzw. zu sitzen. Sollte eine Harnabflussstörung festgestellt werden, erfolgen nach i.v. Applikation von Furosemid weitere Aufnahmen über maximal 20 Minuten. Bei der statischen Nierenszintigrafie wird nach den planaren Aufnahmen (ca. 10 Minuten) zusätzlich ein SPECT der Nieren angefertigt (ca. 20 Minuten).

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Bei der Belastugs- und Nativszintigrafie zur Beurteilung einer Nierenarterienstenose müssen ACE-Hemmer, Calcium- und AT2-Rez.-Antagonisten entsprechend ihrer biologischen Halbwertszeit einige Tage vorher abgesetzt werden.

Vorbereitung des Patienten
Zuerst sollte eine Blasenentleerung erfolgen. Außer bei Patienten mit Nierenversagen wird anschließend eine Hydrierung 30 Minuten vor Untersuchungsbeginn mit 10 ml/kg Körpergewicht vorgenommen (Trinken von Mineralwasser). Eine andere Vorbereitung ist nicht notwendig.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)

Die Strahlenexposition ist gering, für die meisten Untersuchungen deutlich geringer als bei einer intravenösen Urographie. Die Nierenszintigrafie ist die am häufigsten bei Kindern angewendete nuklearmedizinische Untersuchung. Schwangerschaft und Stillzeit stellen jedoch eine Kontraindikation dar.

Prinzip
Bei der sog. Sentinel-Node-Szintigrafie wird 99mTc-markiertes Nanokolloid nach intradermaler Applikation über die Lymphbahnen abtransportiert und erreicht als erstes den/die Sentinel Lymphknoten, die erste(n) Lymphknotenstation(en) im Abflußgebiet des jeweiligen Tumors (meist malignes Melanom oder Mamma-Karzinom).

Durchführung
Nach der intradermalen bzw. peritumoralen Injektion des 99mTc-markierten Nanokolloides werden szintigraphische Aufnahmen des jeweiligen Lymphabstromgebietes angefertigt. In der Regel erkennt man nach einer bestimmten Latenzzeit die sich kontinuierlich fortsetzenden Lymphgefäße, an deren Ende der Sentinel Lymphknoten meist in der Axilla bzw. der Leistenregion erscheint. Anschließend wird mit Hilfe einer Gamma-Handsonde die genaue Lage des Lymphknotens bestimmt und eine Markierung auf der Haut gezeichnet.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Keine!

Vorbereitung des Patienten
Bandagen oder ähnliches, was den Lymphabfluss behindern könnte, sollten entfernt werden.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)
Es treten keine Nebenwirkungen auf und die Strahlenexposition ist äußerst gering.

Prinzip
Die Lungenszintigrafie ist eine Untersuchung, um die Ventilation (Belüftung) und Perfusion (Durchblutung) der Lunge zu messen. Sie ist der beste nicht-invasive Test zur Feststellung von Embolien in der Lunge bei entsprechenden Symptomen (Dyspnoe, thorakaler, atemabhängiger Schmerz, D-Dimere im Blut erhöht). Eine akute Lungenembolie ist dadurch gekennzeichnet, dass ein bestimmtes Lungenareal nicht mehr durchblutet aber weiterhin belüftet wird. Dies erkennt man in der Untersuchung als sogenanntes „Missmatching“ (ungepaarter Perfusionsdefekt) beim Vergleich des Perfusions- und Ventilationsszintigramms. Eine normale Lungenszintigrafie schließt eine Lungenembolie aus. Die Untersuchung sollte so früh wie möglich nach einer vermuteten Embolie durchgeführt werden, da in diesem Zeitfenster die Sensitivität am größten ist. Bei Patienten mit chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen (COPD) können kombinierte Ventilations- und Perfusionsdefekte auftreten, die eine Interpretation des Szintigrammes schwierig machen.

Durchführung
Zu Beginn muss ein radioaktives Gas oder Aerosol eingeatmet werden. Anschließend erfolgen planare Aufnahmen der Lunge in 8 Standartprojektionen und Schichtaufnahmen (SPECT). Nach dieser Ventilationsszintigrafie werden mit Technetium 99m (99mTc)-markierte Eiweißaggregaten (ungefähr 30 µm im Durchmesser) intravenös injiziert. Diese Partikel verteilen sich in der Lunge entsprechend der Blutversorgung der Lunge. Der anschließende Aufnahmevorgang entspricht dem der Ventilationsszintigrafie, was eine genaue Korrelation der Bilder ermöglicht und eine optimale Beurteilung gewährleistet. Die Dauer der Untersuchung beträgt ca. 80 Minuten.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
Medikamente beeinflussen nicht generell das Ergebnis einer Lungenszintigrafie. Patienten mit Asthma sollten vor der Untersuchung Bronchodilatatoren einnehmen.

Vorbereitung des Patienten
Eine spezifische Vorbereitung ist nicht notwendig. Zur vergleichenden Beurteilung sollte eine aktuelle Röntgen-Thorax-Aufnahme mitgegeben werden.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)

Nebenwirkungen sind extrem selten, trotzdem kann es eine allergische Reaktion auf Humanalbumin geben. Die Strahlenbelastung ist gering (die Lungenszintigrafie ist daher auch die am häufigsten angeforderte Isotopenuntersuchung an schwangeren Frauen). Bei einer Schwangerschaft muss die Indikation natürlich sehr streng gestellt werden.

Prinzip
Somatostatin ist ein Hormon, dass in der Regulation des Verdauungstraktes durch die Sekretionshemmung vieler gastrointestinaler Hormone eine entscheidende Rolle spielt. Es wird hauptsächlich im Dünndarm und im endokrinen Pankreas (D-Zellen der Langerhans-Inseln) gebildet. Um seine Wirkung auszuprägen, muss es an entsprechende Somatostatin-Rezeptoren in den Zielorganen binden. Liegt eine bestimmte Art von Tumoren in diesen Organen vor („neuroendokrine Tumore“), ist die Dichte der Somatostatin-Rezeptoren in den Tumoren meistens erhöht. Diese Eigenschaft macht sich die Nuklearmedizin zunutze, indem sie durch Gabe eines Radiopharmakons, welches ebenfalls an die Somatostatin-Rezeptoren binden kann, den Tumor nachweisen kann. Bei dieser Substanz (Octreotide) handelt es sich also um einen sogenannten Somatostatin-Rezeptor-Agonisten, der mit dem Tracer Indium 111 markiert ist. Die häufigste Indikation stellt der Verdacht auf ein Karzinoid dar, aber auch andere neuroendokrine Tumoren des Darms bzw. des Pankreas können festgestellt werden (z.B. Gastrinom, VIPom, Insulinom).

Durchführung
Nach intravenöser Injektion des Octreotide ist eine Anreicherungszeit von 4 Stunden erforderlich, in der der Patient die nuklearmedizinische Abteilung verlassen kann. Anschließend werden sowohl planare Ganzkörper- als auch Schichtaufnahmen des Abdomens (SPECT) angefertigt. Diese Aufnahmen benötigen ca. 1 Stunde. Am nächsten Morgen erfolgen erneut planare Aufnahmen sowie SPECT-Aufnahmen des Thorax. Eventuell wird zum Vergleich mit den Aufnahmen vom Vortag eine erneute SPECT-Aufnahme des Abdomens benötigt. Dafür sollte der Patient am Abend des Vortages ein Abführmittel zur Entleerung des Darms einnehmen (wird von uns mitgegeben). Die Untersuchung am zweiten Tag dauert dementsprechend 60 bis 80 Minuten.

Prinzip
Das Grundprinzip der PET-Untersuchung unterscheidet sich nicht von dem anderer nuklearmedizinischen Verfahren (Szintigrafie, SPECT). Der Patient erhält auch hierbei ein Radiopharmakon und wird nach einer bestimmten Anreicherungsphase mit dem PET-Scanner untersucht. Die Besonderheit der PET ergibt sich aus der Zerfallsart der verwendeten Radioisotope. Aus den Atomkernen werden sog. Positronen emittiert, die nach einer kurzen Strecke von ca. 1 mm jeweils auf ein Elektron treffen und sich mit diesen unter Aussendung zweier hochenergetischer Photonen gegenseitig auslöschen. Diese als Vernichtungsstrahlung bezeichneten Photonen fliegen entgegengesetzt auseinander und werden von dem ringförmigen PET-Scanner detektiert. In seiner Form erinnert dieser an einen großen Computertomografen. Der große Vorteil dieser Methode im Vergleich zu den anderen Verfahren ist die hohe räumliche Auflösung, sodass bereits sehr kleine Läsionen im Organismus erfasst werden können. Die chemischen Elemente, die als Radioisotope verwendet werden, lassen die Markierung von Substanzen zu, die nicht oder nur kaum von im Organismus natürlich vorkommenden Verbindungen abweichen. Damit gelingt es, bestimmte biochemische und physiologische Vorgänge im Gewebe bildlich darzustellen. In der Regel wird FDG (18FluorDesoxyGlukose) verwendet, womit schon sehr kleine Gewebemengen mit einem erhöhten Glukose-Metabolismus (insbesondere Tumore und Metastasen) darstellbar sind. Bei der PET-Untersuchung des Hirns interessieren besonders Areale mit einem verminderten Glukose-Stoffwechsel, z. B. im Rahmen der Epilepsie- und Demenz-Diagnostik. Im Rahmen klinischer Studien befinden sich auch andere Radiopharmaka bereits in der Anwendung, so z. B. Fluorthymidin, ein ebenfalls mit 18F markiertes Nukleosid, das als Proliferationsmarker dient.

Durchführung
Bei einer Ganzkörperuntersuchung wird dem Patienten das Radiopharmakon auf einer Ruheliege intravenös injiziert. Die Wartezeit bis zur Untersuchung (Anreicherungsphase) beträgt 1 Stunde und ist in entspanntem Zustand in einem abgedunkeltem Raum zu verbringen, muskuläre Anstrengungen sind zu vermeiden. Die anschließenden Aufnahmen dauern 20 bis 30 Minuten. Wenn es die Untersuchung erfordert, dass die Tracerapplikation auf dem Untersuchungsbett erfolgt, ist der Patient angehalten, locker und möglichst ohne Bewegungen etwa 90 Minuten zu liegen. Ansonsten dauern die Untersuchungen zwischen 30 und 60 Minuten, dazu kommt eine Speicherzeit von 30 bis 45 Minuten.

Wechselwirkung mit anderen Medikamenten
In der Regel kann der Patient seine Medikation wie gewohnt weiterführen. Da die Untersuchung mit niedrigem Blutglukosespiegel, d.h. in nüchternem Zustand erfolgen sollte, kann bei Diabetikern ein Aussetzen von oralen Antidiabetika erforderlich sein. Insulinpflichtige Diabetiker können ihr morgendliches Insulin spritzen und die BE-Anzahl der Morgenmahlzeit etwas reduzieren oder nüchtern bleiben und die Insulindosis entsprechend anpassen. Wir bitten, bei der Zuweisung eines an Diabetes mellitus erkrankten Patienten dies mitzuteilen und eventuell mit einem Arzt des PET-Zentrums Rücksprache zu halten.

Vorbereitung des Patienten

Wegen der Kurzlebigkeit der Radiopharmaka ist das pünktliche Erscheinen des Patienten zum Untersuchungstermin unbedingt notwendig. Der Patient soll einen basalen Blutglukosespiegel aufweisen und gut hydriert sein. Dazu soll er mindestens 5 Stunden lang vor der Untersuchung fasten und reichlich ungezuckerte Getränke (am besten Mineralwasser) zu sich nehmen. Körperliche Anstrengungen sind zu vermeiden. Der Patient muß die recht lange Liegedauer am Untersuchungsbett tolerieren können. Neben eventueller Analgetikagabe im Falle von Wirbelsäulenbeschwerden kann auch eine leichte Sedierung erforderlich sein, da manche Patienten im Scanner zu Klaustrophobie neigen.

Risiken (unerwünschte Nebenwirkungen)
Das üblicherweise eingesetzte Radiopharmakon FDG hat keinerlei Nebenwirkungspotential. In seltenen Einzelfällen werden Substanzen verwendet, die zwar prinzipiell Unverträglichkeitsreaktionen hervorrufen könnten, aber in so geringen Mengen eingesetzt werden, dass ihr Nebenwirkungspotential ebenso gering ist wie bei den in der konventionellen Nuklearmedizin verwendeten Radiopharmaka. Durch die kurzen Halbwertszeiten der für PET verwendeten Radioisotope ist die Strahlenbelastung für Patienten und Pflegepersonal auf den Stationen gering. Schwangerschaft und Stillzeit stellen jedoch eine Kontraindikation dar.

Nuklearmedizinische Therapie

Radionuklidtherapie von Knochenmetastasen (ambulant durchführbar)

Zur Schmerztherapie von Knochenmetatsasen werden intravenöse Injektionen von Sm-153-EDTMP durchgeführt. Die Therapie erfolgt zur Behandlung von Knochenschmerzen infolge von multilokulären Metastasen, die im Knochenszintigramm eine vermehrte Anreicherung des Tracers zeigen.

Die Vorbereitung und Durchführung erfolgt anhand der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin.

Unser Team

Dr. Reza Elahi

Dr. Reza Elahi
Facharzt für Nuklearmedizin
Tel. 0781 472-3143
Fax 0781 472-3134
E-Mail: Reza.Elahi(at)og.ortenau-klinikum.de

Sekretariat

Ebertplatz 12
77654 Offenburg
Tel. 0781 472-8490
Fax 0781 472-8482
E-Mail: info(at)eog.mvz-ortenau.de

Sprechzeiten

Terminvereinbarungen unter
Tel. 0781 472-3143



Seitenaktionen