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Medizinische Versorgungszentren und Facharztpraxen | Lahr | Praxen Innere Medizin: Angiologie

Innere Medizin mit Schwerpunkt Angiologie

In unserer Praxis für Innere Medizin mit Schwerpunkt Angiologie steht für unsere Patienten nahezu das gesamte Spektrum modernster angiologischer Untersuchungsmethoden und Therapieverfahren bereit. Durch Gefäßultraschall, Blutdruckmessung an Armen und Beinen, Ableitung von Pulskurven der Finger und Zehen und Bestimmung der Gehstrecke auf dem Laufband lassen sich Veränderungen der Arterien und Venen in der Regel sicher erkennen. Bei speziellen Fragestellungen stehen uns weitere Funktionsdiagnostiken zur Verfügung.

Die Angiologie (gr. Angios: das Gefäß; Logos: die Lehre) ist der Teilbereich der Innere Medizin, der sich mit der Entstehung, Früherkennung, Vorsorge, konservativen und interventionellen Behandlung von Gefäßerkrankungen beschäftigt.

Gefäßerkrankungen sind weit verbreitet, werden aber häufig unterschätzt und nicht erkannt. Wenn die Gefäße unseres Körpers nicht mehr richtig funktionieren, können unterschiedlichste Beschwerden entstehen. Manche sind nur unangenehm (Beinschwellung, Krampfadern), andere jedoch tödlich (Herzinfarkt, Lungenembolie, Schlaganfall). Die optimale Behandlung dieses weit verzweigten Transportsystems ist sehr komplex und verlangt die enge Zusammenarbeit mehrerer Spezialdisziplinen (s. u. "Vernetzte Versorgung").

Gefäßerkrankungen – Was verstehe ich darunter?

Die Krankheitsbilder werden in Erkrankungen des vom Herzen wegführenden Anteils des Gefäßsystems (Schlagader/Arterie) und des zum Herzen hinführenden Anteils des Gefäßsystems (Venen, Lymphgefäße) eingeteilt.

Bei den Arterienerkrankungen ist in über 90 Prozent der Fälle die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) verantwortlich. Es bilden sich Wandablagerungen (Plaques), die im Verlauf zu Engstellen (Stenosen) und Verschlüssen führen können. Ihre fatalen Folgen, Herzinfarkt1, Schlaganfall2 und Beinarterienverschluss3 sind damit lediglich unterschiedliche Ausprägungen ein und der derselben Erkrankung:

  • die periphere arterielle Verschlusskrankheit3 (pAVK) der Extremitäten versorgenden, insbesondere Becken-/Beinarterien. Sie beginnt mit Beschwerden beim Gehen und kann im Extremfall bis zum Verlust des Beines führen.
  • die Engstellung der Halsschlagadern2 (extrakraniell-hirnversorgenden Gefäße, Arteria carotis). Sie kann zu einer akuten reversiblen Erblindung des Auges (Amaurosis fugax), bis hin zu bleibenden neurologischen Ausfällen (Schlaganfall) führen;
  • die Engstellung der Nierenarterien und Eingeweidearterien (Mesenterialgefäße). Ihre Folge sind u.a. Bluthochdruck, Stuhlunregelmäßigkeiten, Bauchschmerzen vor allem nach dem Essen und Gewichtsverlust, bis hin zur irreversiblen Darmschädigung; 
  • die Koronare Herzerkrankung1.

Ferner kann es als Folge der Arteriosklerose, durch Schwächung der Gefäßwandstruktur, zu einer krankhaften Erweiterung, einer sogenannten Aneurysma-Bildung, kommen. Dabei besteht die Gefahr des Einreißens der Gefäßwand, bis hin zum „Platzen des Gefäßes. Letzteres verläuft oft tödlich, insbesondere im Bereich der Brust- und Bauchschlagader (Aorta). Im Gegensatz dazu tritt bei einer Embolie (Gerinnselbildung) ein Gefäßverschluss auf. Seltenere Arterienerkrankungen sind Gefäßmissbildungen und entzündliche Gefäßerkrankungen (Vaskulitiden).

Funktionelle Durchblutungsstörungen sind meist die Folge einer fehlerhaften Steuerung des Gefäßsystems durch die Nerven, ohne strukturellen Gefäßschaden (z. B. die Weißfingerkrankheit, auch primäres Raynaud-Syndrom). Manchmal tritt es jedoch als Begleiterkrankung von Erkrankungen aus dem rheumatologischen/immunologischen Formkreis auf (sekundäres Raynaud-Phänomen).

Die venösen Erkrankungen umfassen

  • das primäre Krampfaderleiden (Varikosis) als Schwäche des oberflächlichen Venensystems mit unterschiedlichen Ausprägungsformen;
  • die chronisch venöse Insuffizienz als angeboren Schwäche des tiefen Venensystems ;
  • die Venenthrombose mit der möglichen Folge eines dauerhaft erworbenen Venenschadens (postthrombotischen Syndrom), eines offenen Beines (Geschwür, Ulcus) oder als Ursache einer Lungenembolie
  • oberflächliche Venenentzündungen mit Gerinnselbildung (Thrombophlebitis).

Erkrankungen des Lymphsystems stellen sich meist als Lymphödem dar, das als Folge

  • einer vererbten Schwäche oder Nichtanlage der Lymphbahnen (primäres Lymphödem) oder
  • einer erworbenen Schädigung des Lymphabflusses, das durch andere Erkrankungen (sekundäres Lymphödem) – z. B. postoperativ – entstanden ist.

Leistungsspektrum

  • Farbcodierte Duplexsonographie
  • cw-/pw-Doppler-Untersuchungen einschließlich der Dopplerdruckmessung an den Extremitäten
  • Provokationstests wie beispielsweise die Laufbandergometrie
  • Akrale Diagnostik, einschließlich Blutdruckmessung und Pulsoszillographie mit optischen Sensoren
  • Pneumatisch-segmentale Pulsozillographie
  • Lichtreflexionsrheographie (digitale Photoplethysmographie)
  • Bestimmung der Intima-Media-Dicke der A. carotis
  • Venenverschlussplethysmographie

Die Betreuung von Patienten mit Gefäßerkrankungen beinhaltet immer auch die Erfassung und Behandlung der zugrunde liegenden Risikofaktoren. Bei der Arterienverkalkung ist das u.a. ein erhöhter Cholesterinspiegel im Blut, Diabetes mellitus und Nikotinkonsum. Auch die Abklärung von familiären oder erworbenen Gerinnungsstörungen (Thrombophilie) kann bei uns erfolgen. Sämtliche hierfür erforderlichen Laboruntersuchungen können über das Zentrallabor des Ortenau Klinikums durchgeführt werden.

Herr Dr. Grumann ist Sektionsleiter der Angiologie am unmittelbar benachbarten Ortenau Klinikum in Lahr. Die Sektion ist Teil des „Gefäßzentrums Lahr“, in dem u.a. die Fachbereiche Gefäßchirurgie, Radiologie und Neurologie interdisziplinär zusammenarbeiten. Die Gefäßdiagnostik kann durch sämtliche Möglichkeiten der CT- und MRT-Untersuchungstechnik ergänzt werden. Operative Eingriffe werden mit den Kollegen der Gefäßchirurgie abgestimmt. Falls erforderlich können modernste katheterinterventionelle Behandlungen im Hybrid-Op oder den Katheterlaboren des Ortenau-Klinikums durchgeführt werden. Bei nicht-heilenden Wunden erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem „Therapiezentrum Chronische Wunden“.

Unter dem Motto „Die Spezialisten treffen sich beim Patienten“ bündelt das zertifizierte Gefäßzentrum Lahr“ die Kompetenzen aller erforderlichen medizinischen Fachbereiche. Durch die ambulant und stationär vernetzten Versorgungsstrukturen wird so eine umfassende, standardisierte und leitlinienorientierte Gefäßtherapie unter einem Dach sichergestellt.

Ergänzt wird unser Leistungsspektrum durch die nicht-invasive kardiologische Diagnostik!

Unser Team

Abbildung Dr. Eva von Hodenberg

Dr. Eva von Hodenberg
Fachärztin für Innere Medizin und Angiologie

Sekretariat

Klostenstr. 17/1
77933 Lahr
Tel. 07821 93-2857
Fax 07821 93-2859

Sprechzeiten

nach telefonischer Vereinbarung

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